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Bei Wasserpflanzen handelt es sich im Grunde genommen um echte Landratten, die den Lebensraum Wasser für sich wieder neu entdeckt haben. Dabei gibt es im Groben zwei Gattungen zu unterschieden. Solche Pflanzen die komplett im Wasser leben und Pflanzen, die nur teilweise im Wasser leben. In diesen beiden Gattungen unterscheiden sich dann die Lebensräume. Manche Pflanzenarten bevorzugen das Salzwasser des Meeres, andere kommen vorzugsweise in Seen vor.

Um den Lebensraum Wasser explizit für sich gewinnen zu können, haben die unterschiedlichen Pflanzenarten gewisse Anpassungen vorgenommen, unter denen sie heute existieren. So wird unterschieden zwischen Wasserpflanzen, die freischwimmend sind und fachsprachlich Pleustophyten genannt werden. Zu ihnen zählen beispielsweise Schwimmfarne oder auch Wasserschläuche. Das besondere an ihnen ist, dass sie nicht am Grunde des Gewässers verwurzelt sind, sondern wirklich frei im Wasser schwimmen. Die Blüten berühren dabei oft die Wasseroberfläche und treiben darauf, was der Pflanze einen regen Austausch mit der Luft ermöglicht.

Daneben gibt es natürlich auch Pflanzen, die Wurzeln ausbilden und sich damit am Boden des Gewässers festsetzen. Diese werden Hydrophyten genannt. Berühmte Vertreter dieser Gattung sind Seerosen, Tausendblatt oder auch Wasserpest. Daneben gibt es speziellere Gruppen von Wasserpflanzen, die nur in Uferzonen vorkommen. Manche davon, wie Schilfrohr zum Beispiel, erhalten sich nur die über dem Wasser liegenden Bereiche, während alle Blätter unter der Wasseroberfläche absterben.

Etwas anders aber ebenso effektiv arbeiten Sumpfpflanzen. Diese stehen überwiegend auf feuchtem bis trockenen Boden, ertragen aber auch längere Überflutungsperioden problemlos. Deshalb stehen Sumpfpflanzen etwas am Rande und zählen nur bedingt zu den Wasserpflanzen, da sie ja einen Großteil ihres Lebens an Land verbringen und nur wenige Wochen des Jahres wirklich mit Wasser in Berührung kommen.
Diese Einteilung der Pflanzengattungen ist nicht nur für Botaniker von besonderer Bedeutung, auch Gartenfreunde mit einem Teich sollten sich vor der Bepflanzung ausführlich über die verschiedenen Möglichkeiten informieren und sich so ein eigenes kleines Biotop erschaffen. Entsprechende Informationen dazu sind in Fachbüchern zu finden oder können im Gartencenter erfragt werden.

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